Als Dramatiker wird man naturgemäß daran gemessen, was wo gerade auf den Spielplänen steht. Ich bin in der glücklichen Position, dass ich auf meine vierteilige Theaterserie namens „Familie Penner" verweisen kann, wobei der Teil 1 „Zeugnistag", unter der Regie von Alfred Haidacher, am 29-01-08 im Grazer Theater im Keller seine Prämiere hat.
Um was geht es? Die Familie Penner ist eine Grazer Vier-Kopf-Familie, Mutter, Vater, Tochter und Sohn, die im 8. Grazer Gemeindebezirk, in St. Peter beheimatet ist. Als Ort des Geschehens dient das Wohnzimmer der Familie. Der Seitenhieb auf die ORF Vorabendserie „Im Achten" war zwar nicht geplant, ist aber jetzt nicht unbedingt störend. Denn die Familie Penner ist echt, so echt wie das Leben. Sie schlägt sich mit dem scheißnormalen Alltag herum, und so ist auch in Teil 1 das Halbjahreszeugnis der Tochter Kathrina ein Thema. Zum einen ist das Stück als „kritische Würdigung des Mittelstands" zu sehen, zum anderen darf natürlich ein gewisser Unterhaltungswert auch nicht fehlen. Auch Spaß muss sein.
Wer von der „Familie Penner" nicht genug kriegen kann, ist gut bedient, denn die Penners laufen das ganze Jahr. Der zweite Teil kommt Ende April auf die Bühne und soll mitunter die uns drohende Fußball-EM zum Thema haben.
Im Theater im Keller bin ich ja durch meinen Aufenthalt mit der Familie Penner ein Artist in Residence. Für den zweiten Teil gibt es schon viele Ideen, aber geschrieben wird er erst wenn der erste Teil abgespielt ist. Mich interessieren hier vor allem die Synergien, die freigesetzt werden können, wenn Schauspieler und Regisseur die Figuren mitgestalten können.
Wenn wir gerade dabei sind: Ein bisserl aufgeregt bin ich schon, denn erstmals wird heuer ein Wanko-Stück in einem Landestheater gezeigt. In meinem Fußballtrainer-Monolog „Die Wüste lebt" lasse ich meine Gedanken um den ÖFB-Teamchef Josef „Pepi" Hickersberger kreisen. Die Prämiere ist am 25-04-08 in Bregenz, eine Blitz-Tournee ist angedacht.
Zum anderen bereite ich mich gerade auf meinen zweiten „Erich-Glamser-Roman" vor. Da wird jetzt schon viel geplottet und geschrieben, denn der wird im Herbst veröffentlicht. Übrigens wird der zweite Glamser sowie das Hicke-Stück im neu gegründeten Grazer Verlag edition keiper das Licht der Welt erblicken.
Die, die wissen wollen, was denn beim Wanko so los ist, die sollen nicht nur meine Homepage besuchen, sondern auch mein Blog wird regelmäßig upgedatet! Blog-Schreiben macht nämlich Spaß und ist für kleinere Ideen genau das Richtige!
Martin G. Wanko geboren 1970, lebt in Graz und Bregenz
Aufgefallen sind zuletzt die Trash-Theaterstücke „Who Killed Arnie?" und „Der Schleim", die unter der Regie von Hubsi Kramar in Graz und Wien uraufgeführt worden sind.
Ein Stückebuch „Lipstick Brachial / Starkstrom" liegt bei der Wiener edition selene, sein erster Roman „Ken, a crime story" wurde 2002 vom steirischen Verlag edition kürbis verlegt.
Ein weiteres Stückebuch „Trainer, König, General / Stunde 0" erschien im Wiener Freibord Verlag als Nummer 122.
2003 wurde sein Monolog über Ivica Osim - Fußballtrainer und Philosoph - „Trainer, König, General" vom forum stadtpark theater / Ernst Binder uraufgeführt.
2004 wurde sein einstündiges Hörspiel „Jetzt kommt Fred!" (u.a. mit Helmut Berger) vom Österreichischen Rundfunk / Ö1 produziert und über den Äther gelassen.
Seit 2001 ist Martin G. Wanko Regionaldelegierter der Grazer Autorenversammlung (GAV).
Journalistische Tätigkeiten: Martin G. Wanko schreibt Buchrezensionen für das österreichische Popmagazin „The Gap" und für das Nachrichtenmagazin „profil" . Weiters ist er für die Tageszeitung "Österreich" tätig. 2006 erschien sein Kriminalroman "Seelendschungel". Der österreichische Rundfunk / Ö1 produzierte sein Hörspiel "Hormonie", das 2007 im Grazer Theater im Keller uraufgeführt wurde.
Gebe es Martin G. Wanko nicht, müsste man ihn erfinden. Dieser abgedroschene Satz ist nicht so unfalsch. Als Person und auch als Autor strahlt er eine sehr hohe Vitalität aus. Stücke wie „Who killed Arnie?, oder „Trainer, König, General" sorgten nicht zufällig für Aufsehen. Vielleicht ist seine Literatur nicht Jedermanns Sache, weil er doch sehr direkt ins Geschäft geht, aber es ist und war es doch immer ein Spezifikum von Grazer Autoren, die Dinge beim Namen zu nennen und so eben frontal zu beleuchten. Fad wird es einem nicht, bei dem Herrn, und zu Zeiten wo allerorten der „Streichelzoo der Autoren" wieder aktiv ist, ist es nur recht und gut, wenn einer anständig poltert.
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Martin Wanko
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