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Georg Petz

Soeben ist mein neuer Roman "Die unstillbare Wut" erschienen. Dabei handelt es sich um eine spannende Geschichte rund um alle jene Dinge, die immer schon die Literatur beflügelt haben: um den Tod, um Mäuse, um ein Mädchen und um die Literatur selbst. Eine abenteuerliche Verfolgungsjagd in Anlehnung an das Motiv der "Grande Tour", wie es vor allem die Literatur zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert prägt, spielerisch in die historische Form gelegt, und ein unvorhersehbarer Schluss runden den Roman ab.

Derzeit arbeite ich parallel an mehreren Projekten, alle davon sind Romanprojekte. Einerseits steht der "second draft" eines Manuskriptes an, das mich bis zum vergangenen Jahreswechsel intensiv in Beschlag genommen hat. Dabei handelt es sich um einen sehr experimentellen Wurf, der auch formal seiner Überarbeitung einiges abverlangt und der die Grenzen des Mediums in Richtung der anderen Kunstgattungen überschreiten soll - der Spannung halber, wie das Experiment verläuft, soll dazu allerdings nicht mehr verraten werden.
Als zweites halte ich "die üblichen Schreibarbeiten" weiter am Laufen, das sind im konkreten Fall zwei Romanmanuskripte, die parallel demselben Uterus entwachsen müssen, Tragezeit wahrscheinlich noch ein knappes Jahr.

Georg Petz wurde am 21. 12. 1977 in Wien geboren, aufgewachsen in Pöllau/Hartberg, danach Studium der Anglistik und Amerikanistik sowie der Germanistik in Graz. Währenddessen Arbeit als Studienassistent am Institut für Anglistik und als Herausgeber der ÖH-Zeitung "punkt." Weitere Arbeiten für den Buchklub Steiermark sowie für die Jugend-Literatur-Werkstatt Graz. Derzeit arbeitet Petz als Professor für Englisch und Deutsch am BG/BRG Hartberg, parallel dazu Doktoratsstudium im Fach anglistische Literaturwissenschaft in Graz. Seit 2006 ist er Mitglied im Vorstand der Akademie Graz, seit 2007 Mitherausgeber der renommierten Grazer Literaturzeitschrift "LICHTUNGEN", außerdem ist er Gründungsmitglied der Autorenvereinigung "plattform".

Georg Petz veröffentlichte bisher überwiegend Prosatexte in Literaturzeitschriften (manuskripte, LICHTUNGEN, miromente etc.) und im Rundfunk. Mit der "Unstillbaren Wut" ist soeben sein viertes Buch erschienen; zuvor veröffentlichte er die Erzählung "Übernachtungen" (2003), den Erzählband "Die Anatomie des Parasitären" (2005, wird derzeit ins Französische übersetzt und erscheint 2008 in der edition absalom) sowie den Roman "Die Tausendjährige Nacht" (2006), der im Feuilleton ein reges Echo gefunden hat. Für das Manuskript von "Die Tausendjährige Nacht" wurde Georg Petz zudem zur Alfred-Döblin-Werkstatt 2005 ans Literarische Colloquium Berlin eingeladen.
An den Übersetzungen einzelner Texte von Georg Petz ins Italienische, Slowenische und ins Weißrussische wird derzeit gearbeitet. Für seine Arbeiten erhielt der Autor zudem zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter etwa die Auswahl als "Morgenstern - Künstler der Zukunft" für Prosaliteratur der Kleinen Zeitung, den Literaturförderungspreis der Stadt Graz, die Ernennung zum Marktschreiber von St. Johann/Tirol sowie den ersten Preis im Literaturwettbewerb der Akademie Graz 2004 und den Förderungspreis für Literatur der Steiermärkischen Sparkasse 2007 für den aktuellen Roman "Die unstillbare Wut".

Georg Petz fühlt sich in seiner Arbeit vor allem den großen Themen verpflichtet, die jeden einzelnen von uns bewegen und nicht den Windstößen, die von Zeit zu Zeit als trendige Turbulenzen durch die Presse jagen. Die Fortentwicklung des eigenen Stils, die detailgenaue, detailgenau an der Wirklichkeit gemessene Konstruktion des gedanklichen Kosmos seiner Bücher sind die Herausforderungen, denen er sich als Autor jeden Tag aufs Neue zu stellen hat. Dabei ist der Blick stets nach dem Neuen orientiert, auf der Suche, die Grenzen des Erzählens in allen Facetten dieser Kunst auszureizen und, womöglich, zu überschreiten. Oder: Daran zu rühren, als eine widerständige Stimme, wie es sich auch die Figur seiner Debuterzählung, Jana, als Leitsatz auf den Boden ihrer Welt schreibt:


- Das Leben definiert sich nur aus seinen Geräuschen. -

Homepage: Externe Verknüpfung www.georgpetz.at




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