sie wurde 1976 in wels geboren. hat später unter anderem in sidney und delhi gelebt, wo sie auch psychologie studiert hat und erste schreiberfahrungen gemacht hat, bevor ihr 2001 dann der durchbruch zur gefeierten jungdramatikerin in london, stockholm und istanbul geglückt ist. sie hält unter anderem die grillparzer-medaille der stadt schwerin und den raimundpreis der hessischen landesregierung.
nichts davon ist wahr aber wenn man schon unbedingt eine biografie dazu erzählen muss, weil man glaubt, dann die texte besser zu verstehen, weil man dann fantasien in sie reinprojezieren kann die nichts mit schreiben aber viel mit vorsortierten kategorien zu tun haben, dann tut sie es genau so wie jede andere. die kategorien sind: zart, jung, einfühlsam, sensibel, und immer wieder: jung. jung-autorin.
es bringt nur leider überhaupt nichts, weil es in den texten um etwas anderes geht als um diesen abgesicherten begriff von poesie, der jungautorinnen so gern umehängt wird, damit man das was man sieht, auf irgendwelche vergleichsgrößen beziehen kann statt auf das eigene leben.
es kommt oft vor, dass in den texten von frau steinbuch begriffe und bilder auftauchen die man sofort aus diesem guten alten klischeewissen heraus versteht:
wald, blumen, geschwister, liebe,
und dann läuten in den redaktionen und dramaturgien sehr schnell die poesiealarmglocken und es zeigt sich dass es für halbwegs ordentlich ausgebildete schauspielerInnen sehr leicht ist, diese texte belanglos zu machen. in dem man ihnen diesen alten poesiebegriff umhängt haben sie mit überhaupt nichts mehr etwas zu tun als mit kunst.
die schauspielerInnen müssten aber wirklich ICH meinen, wenn sie ICH sagen, wozu sie in diesen texten sehr oft gezwungen sind, dann entstehen nämlich diese energien zwischen den spielenden, die sich gegeneinander und aufeinander richten aber darin nie aufgehen sondern immer einen überschuss lassen, der dann am anderen vorbeirauscht und manchmal mitten in den zuschauerraum knallt wo er noch immer von kunstsinniger rezeption harmlos gemacht werden kann, wenn man nicht an den konkreten BAUM denkt sondern an einen kunstbegriff BAUM den man sich mit tschechow bachmann sarah kane im hinterkopf bereitgestellt hat.
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Gerhild Steinbuch
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