Ein Weltrekord
Die Fußgängerbrücke mit der weltweit
größten freien Spannweite: 230 m zwischen den Auflagern und einer Gesamtlänge von 248 m (ohne
Zugangsrampen).
Ein europäisches Ereignis
Das Stahlbauunternehmen Max Bögl aus
Neumarkt, Deutschland, hat die belgische Firma Sarens mit dem
Transport der Fußgängerbrücke vom Montageplatz – dem Hafen von Huningue – bis
an seine endgültige Position über dem Rhein zwischen den Städten Weil am Rhein
in Deutschland und Huningue in Frankreich beauftragt..
Der Architekt der Brücke ist der Österreicher
Dietmar Feichtinger, der seit 17 Jahren in Paris lebt.
Wolfgang Strobl, ebenfalls aus Österreich
stammend, betreut das Projekt für das Ingenieurbüro LAP Berlin/Stuttgart.
Das Projekt
Den Rhein in einem Bogen zu
überspannen hat einen hohen Symbolgehalt. Es handelt sich um eine eindeutige
Geste, die in der weiten Landschaft des Flusses eine starke Verbindung zwischen
den beiden Ländern symbolisiert. Der durch seinen geringen Stich extrem flache
Bogen gibt der Form ihre große Spannung und Eleganz. Die technische
Herausforderung ist ablesbar. Die Tragkonstruktion aus Stahl ist im Querschnitt
asymmetrisch und öffnet sich zur Achse. Das Haupttragelement ist ein vertikaler
Bogen, der aus zwei sechseckigen Rohren zusammengesetzt ist. An diesem Bogen
lehnt sich an der Südseite ein einfacher Bogen an. Durch die Neigung des Bogens
wird die Sichtachse erweitert. Die Auflager des Bogens befinden sich im
Uferbereich, wodurch das Flussbett weitgehend ungestört bleibt.
Den besten Beobachtungsstandpunkt
bietet der Rheinpark in Weil am Rhein. Ein Informationspavillon des Bauherrn,
sowie ein Kurzfilm über die bisherigen Etappen des Baus der Brücke werden
gezeigt. Bewirtung im Rheinpark durch ortsansässige Vereine.
Fortsetzung
Nach dem Einschwimmen und der
Fixierung der Brücke werden die Zugangsrampen, Stiegen, und der Aufzug auf der
Seite von Huningue hinzugefügt. Die Umgebungsbereiche werden neu gestaltet.
Die maßgeblich Beteiligten
Bauherr
Die Stadt Weil am Rhein vertritt den
Bauherrn
Communauté des Trois Frontières und
die Stadt Weil am Rhein
Planung
Architekt Feichtinger Architectes,
Arch. DI Dietmar Feichtinger
Statik LAP, Berlin, Stuttgart
Generalunternehmer Max Bögl
Eckdaten
Stahl 1.021 t
Beton 1.798 m3
Betonstahl 186 t
Baugrubenaushub 2.890 m3
Seile 805 m
Stärke der Seile 30 – 60 mm
Korrosionsschutz 10.875 m2
Schifffahrtsprofil 155 m
Lichte Höhe f. Schifffahrt 7,8 m
Gesamthöhe über dem Wasser 24,75 m
Gesamtkosten 8,995 Mio.€
aufgeteilt in:
Europäische Union 1,689 Mio. € 19 %
Frankreich 3,725 Mio. € 41 %
Land Baden-Württemberg 2,592 Mio. €
29 %
Stadt Weil/Rhein 0,998 Mio. € 11 %
Links:
www.FeichtingerArchitectes.com
|

|








|