Auf Spurensuche „Hanns - Koren – Dialog. Kultur und Museum in der Region“
Anlässlich des Hanns Koren-Bedenkjahres hat das Museumsforum Steiermark/Landesmuseum Joanneum in Kooperation mit den Kunsthaus Köflach zu einem Dialog, bei dem es um die gegenwärtige „Kultur und Museum in der Region“ ging, eingeladen.
Der Anknüpfungspunkt für diese Auseinandersetzung ist in der Nachkriegszeit zu finden, nach 1945 etablierten sich kulturelle Arbeitskreise, deren Aufgabe es war, nach dem Krieg das für die Gemeinden charakteristische Kulturleben zu aktivieren. Das Spektrum der Tätigkeitsfelder war breit gestreut und an die jeweils regionalen Bedingungen angepasst. Es erstreckte sich von der Neugestaltung von Volksmusikschulen und Heimatmuseen über Büchereien bis hin zu Laientheatergruppen. 1959 beauftragte der damalige Landeskulturreferent Univ. Prof.Hanns Koren das Steirische Volksbildungswerk mit der Vorbereitung und Gestaltung des Programms zum Erzherzog –Johann - Gedenkjahr, womit eine Initialzündung für das regionale Kulturgeschehen erfolgte, welches vom joanneischen Geist, „bleibende Werte zu sammeln, forschen, bewahren und zu vermitteln“, getragen wurde.
Zum Programmverlauf: Nach einleitenden Worten des Bürgermeisters der Stadt Köflach Franz Buchegger und sehr bewegenden und authentischen Gedanken von Korens Nachfolger als Kulturreferent des Landes Steiermark Prof.Kurt Jungwirth stellte Dr. Heimo Steps, das Projekt „ auszeit – hanns-koren-bedenkjahr 2006 „ vor.
Das Museumsforum Steiermark am Landesmuseum Joanneum Mag. Gabriele Wolf und Mag. Andrea Menguser, als Initiatorinnen dieser Veranstaltung berichteten über die Aktivitäten dieser Servicestelle und über die Recherche Homepage für steirisches Brauchtum und Regionalkultur www.steirerforum.at, welche im Kontext des Koren-Bedenkjahres entstanden ist.
Ein Projekt, welches auf der genannten Website nachzulesen ist, wurde vom Dorfmuseum Faldnitz im Raabtal (Frau Reingard Meier) „Die Raabtaler Hochzeit“ auf sehr anschauliche Weise kurz aufgezeigt.
Ebenso wurde „der Kulturpolitiker und Volkskundler Hanns Koren aus regionaler Sicht“ von Prof. Dr. Ernst Lasnik thematisiert. Der Geschäftsführer des Steirischen Volksbildungswerkes Camillo Hörner hat die Entwicklung des Volksbildungswerkes im Zuge der gesellschaftlichen Veränderungen unter dem Motto „Das Volksbildungswerk als Sender von Impulsen nachvollziehbar gemacht. Dr. Harald Vetter der Leiter des Volkskulturreferates zeichnete ein sehr authentisches Bild von Hanns Koren „Im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik“.
Der Nachmittag wurde von „regionalen Einrichtungen“ die unterschiedliche Berührungspunkte mit Hanns Koren hatten, gestaltet. Der Bürgermeister von St. Bartholomä Josef Birnstingl erzählte wie seine Gemeinde zur Wahlheimat und und letzten Ruhestätte Korens wurde. Regionale Einflüsse aus seinem volkskundlichen Gedankengut sind beim Schauspiel „Die Hochzeit“, die er im Jahre 1956 in Öblarn wieder aufführen ließ, zu finden. Mag. Anna Schreiber aus dem Paula Grogger-Haus berichtete darüber.
„Sonntag. Zeitkultur im Wandel“ , die Neugestaltung des Mesnerhaus in St. Nikolai im Sölktal (Mag.Bernhard Samitsch vom Kultur X3 ) erinnert auch an die von Koren praktizierten Gedanken zum Sonntag.
Das Heimatmuseum Arzberg (Dir. Eduard Weidl) wurde beispielsweise von Koren persönlich eröffnet.
Last but not least stellte sich die Gastgeberin des Hauses vor. Gabriele Riedl-Scheucher bespricht das Konzept des Kunsthauses Köflach und seine laufende Ausstellung.
Nach diesen sehr unterschiedlichen Zugängen eines persönlichen wie öffentlichen Lebensbildes wurde den insgesamt 109 Tagungsteilnehmern die Möglichkeit eröffnet, unterschiedliche Zugänge zu finden.
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