Ishwara Erhard Koren ist Schauspieler und Maler
Herr Koren, unlängst spielten Sie Hanns Koren, den legendären steirischen Kulturpolitiker, in Willi Hengstlers Film „Hanns durch die Zeit". Nun haben Sie noch einen sehr persönlichen Film über Ihren Vater gedreht?
ISHWARA ERHARD KOREN: Ja, ich habe mich auf seine Spuren geheftet. Und ich muss sagen, es ist eigentlich ein Abschied geworden.
Ein Abschied?
KOREN: Ein Abschied von Bildern, die man im Kopf hat und die nun durch die unterschiedlichen Stimmen, die im Film zu Wort kommen und meinen Vater porträtieren, aufgeweicht, verändert werden.
Die Stimmen unter anderem von Franz Buchrieser, Dieter Glawischnig, Reinhard P. Gruber, von Ihrem Bruder Johannes und Ferdinand Penker.
KOREN: Ich habe Menschen befragt, die auf unterschiedlichste Weise mit ihm zu tun hatten. Sie erinnern sich an ihn, stellen ihre Erinnerungen aber auch durchaus in Frage. War er eigentlich wirklich so, war es damals wirklich so?
Die Konstruktion von so genannter Realität wird sichtbar.
KOREN: Und damit auch die vielen Fassetten, die ein Mensch hat. Gewiss gibt es in den Erinnerungen Überschneidungen, aber auch ganz Gegensätzliches. Damit ist der Film natürlich auch ein Film über die befragten Personen.
INTERVIEW: WALTER TITZ
Heimat ist überall. Ein Film von Ishwara Erhard Koren. DVD erhältlich unter Tel. 0664 222 84 37.
Kleine Zeitung vom 21.12.2006
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