Die nachhaltigste Verbindung von Hanns Koren zur zeitgenössischen Musik führt über den von ihm im Jahr 1968 initiierten steirischen herbst. Vor allem in den Jahren seiner einnehmenden Aufbruchsstimmung, später aber auch immer wieder durch verschiedene Schwerpunkte, hatte der Jazz als der Sound des 20. Jahrhunderts seinen Platz im Avantgardefestival.
Die Avantgarde ist Geschichte und der steirische herbst ein institutionalisierter Kulturmonat.
Aber daß der Jazz, insbesondere der zeitgenössische, hierzulande auch ins Dämmerbewusstsein einer breiteren Kulturszene gelangte, ist unter anderem ein Element der kulturpolitischen Initialzündung dieser Jahre.
Und daß die Jazzstadt Graz das traditionell kritischste Publikum Österreichs hat, mag zwar so manchem Veranstalter nicht immer gelegen kommen, fordert uns aber gleichsam immer wieder neu heraus.
Das Festival „GrazJazz“ hat sich von Anfang an dieser immer schwieriger werdenden Herausforderung gestellt.
Das Hanns Koren Bedenkjahr gab nun den Anstoß dazu, im Sinne der weitsichtigen Kulturpolitik eines bodenständigen Kulturreferenten die Reflexion der Weltoffenheit mit der Innovation im Lande zum Thema zu erheben. Jazz als ehemaliges amerikanisches Exportkulturgut längst zur weltoffensten und urbansten Musik freigesetzt, hat eine eigene Dimension im Musikland Österreich erlangt, die weit über ihren proportionalen Verhältniswert hinaus Bedeutung hat.
Und zu einem synergetischen kreativen Selbstbewusstsein geführt hat.
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